Wenn Fasching ruft, dann tauchen wir
hinab, wo Fantasie regiert in mir.
Die Masken glänzen, bunt und fein,
wie Schuppen, die im Meeresschein.
Korallen funkeln aus Papier,
Meerjungfrauen tanzen hier.
Ein jeder wird, für kurze Zeit,
ein Wesen fern von Wirklichkeit.
Die Stimmen klingen sanft und klar,
wie Wellen, die man kaum noch sah.
Das Lachen steigt, wie Luft so leicht,
bis es die stille Oberfläche erreicht.
Hier unten zählt kein Stand, kein Name,
nur Spiel, Verwandlung, Maskenspiele.
Denn Fasching lehrt – ganz leis, ganz sacht –
dass Tiefe Freiheit sichtbar macht.
Und wenn wir wieder steigen auf,
nimmt jeder etwas mit hinauf:
Die Ahnung, dass im Alltagsmeer
noch Raum für Wunder liegt – so sehr.