Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr
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Es gibt eine tiefe politische Ebene bei grandson, die der Künstler direkt und mit voller Wucht vermittelt. Mit seinem Formular aus Trap, Alternativ und Elektronik mischt er einen explosiven Mix. Mit seinem dritten Album „INERTIA“, das am 5. September erscheinen wird, ist er vielleicht direkter, düsterer und kompromissloser als je zuvor. Jordan Edward Benjamin, ursprünglich aus Englewood, nun in Los Angeles angesiedelt, trat bereits mit seinem Durchbruchshit „Blood // Water“ sozialkritisch in Erscheinung – und gleichzeitig Türen ein. Seine mangelnde Scheu vor Konfrontation und die direkte Benennung der ihn umtreibenden Probleme – Gier und Korruption – brachten ihm direkt über 200 Millionen Streams auf Spotify, es folgten Tourneen mit Nothing But Thieves und Smashing Pumpkins. „INERTIA“ ist ein Aufschrei nach dem, was er als „wachsendes Bedürfnis nach Klassensolidarität“ bezeichnet, denn was er beobachtet und auf dem neuen Album verarbeitet ist eine Trägheit, die in der Psychologie als ein Effekt beschrieben wird, einmal getroffene Entscheidungen trotz Widersprüchlichkeiten nicht zu verändern. Dieses Konzept wird mit Musik unterlegt, die Grenzen sprengt: kolossale Heavy-Metal-Riffs, wütende, blutdrucksteigernde Raps, mitreißende Hooks und Musik, die wie ein Schlachtruf klingen soll.
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