Neue Arbeiten von Sönke Busch. Die Laudatio hält FloMega.
Irgendwo zwischen außen und innen, Irgendwo zwischen vorher und nachher. Irgendwo zwischen Straße und Atelier entstehen die Kreise des Sönke Busch.
Was hier im Raum 6-8 als Kreis erscheint, begann auf Metalltüren, Fassaden und widerständigen Oberflächen, im Dunkel und Menge.
Im Ensó, der antiken Kreismalerei, liegt, so Japans Legende, in nur einem Zug, in einem Kreis, von einem Menschen, gezogen mit nur einem Pinsel, die ganze Welt. Doch viele dieser Kreise hier entstehen nicht in einem Zug. Sie tragen Unterbrechungen, Nachsetzungen, Materialwiderstand. Nicht nur ist der Kreis die Welt, die Welt ist auch der Kreis. Dabei ist Gold nicht Schmuck, sondern Speicher für Zeit, Dasein, Gegenwärtigkeit.
Der Kreis bleibt offen.
Er ist kein Abschluss, sondern ein Zustand.