

# Event Details

- **Event Name**: Gazas Ausgelöschte Familien
- **Event Start and End Date**: Sat, 02 Jul, 2016 at 02:00 pm
- **Event Description**: GAZA – 2 JAHRE NACH ISRAELS „OPERATION PROTECTIVE EDGE“
FAMILIEN IN GAZA – AUSGELÖSCHT INNERHALB VON 51 TAGEN
80% der bei den Angriffen auf Gaza im Sommer 2014 getöteten 2.200 Palästinenser waren Zivilisten.  Nahezu 150 Familien verloren 3 oder mehr Angehörige, einige Familien verschwanden vollständig.  Die Fotografin Anne Paq von Activestills kehrte nach dem Waffenstillstandsabkommen nach Gaza zurück, um die Geschichten hinter diesen Zahlen zu erzählen.
“Zeit wird die Wunden heilen, aber wir werden unsere Brüder nie vergessen.” Dies sagte der 18 jährige Ibrahim Al Khalili inmitten der verbrannten Ruinen der Fabrik seiner Familie, als ich sie November 2014 besuchte.  Die vollständigen Familien von Ibrahims Brüdern Ashraf und Ahmed wurden getötet:  Ashrafs Frau Nedaa‘ (28), ihre Kinder Deema (4), Ziyad (3) und Mahmoud (8); sowie Ahmeds Frau Aya (23) und ihre Tochter Lama (5). Ein großes Feuer brach in der Fabrik aus wegen des dort gelagerten Plastik- und Holzmaterials. Die Körper waren so stark verkohlt, dass sie im Leichenschauhaus nicht mehr erkannt werden konnten.
Die 8 Familienmitglieder waren die letzten, die auf Evakuierung warteten, als ein israelischer Soldat eine Bombe abfeuerte, die sie traf.  Der 8 jährige Mahmoud war der Einzige, der nicht sofort tot war.  Er musste die Tötung seiner ganzen Familie bei Bewusstsein mit ansehen.  Ins Shifa Krankenhaus gebracht, fiel er ins Koma und starb 4 Tage danach.
Ich war in der Leichenhalle des Shifa Spitals, als die Leichen der Khalili Familie eintrafen.  Aus einem der grünen Plastiksäcke ragte ein verkohlter Arm.  In einem anderen Plastiksack waren die Körper einer Frau und zweier Kinder wie aneinander geschweisst.  Am selben Tag stand ich vor der Leichenhalle und machte Fotos von Ismael, einem anderen der Khalili Brüder, als er jemanden umarmte und in Tränen ausbrach.
Wie kann man solch eine Szene von Leid und Schmerz vergessen? Ich versuchte ihre Namen herauszufinden, und den Ort, von dem sie gebracht wurden.  Jemand erklärte mir, dies sei die Al Khalili Familie von Al Tuffah: „Sie konnten nicht fliehen und wegen der Fabrik waren sie im Feuer eingekesselt.“  Man bat mich alle Details aufzuschreiben.  Aber im Chaos des Spitals, das ständig mit Toten und Verletzten überschwemmt wurde, war es oft nicht einmal möglich die Familiennamen herauszufinden.
Die Khalilis sind eine von vielen Familien des Gazastreifens, die, während der Angriffe Israels im Sommer 2014 vollkommen ausgelöscht wurden. Laut UNO verloren 142 Familien 3 und mehr Mitglieder bei einzelnen israelischen Angriffen – eine erschreckende Statistik!
Manche Familien, wie jene von Ahmed und Ashraf Al Khalili wurden komplett weggefegt.  Viele Familien versammelten sich während der Offensive in einem ihrer Häuser, was hieß, dass jeder Bombentreffer tödlicher ausfiel als sonst, besonders nachts.  Ich kam im September 2014 nach Gaza zurück, mit der Idee, einige dieser Familien zu dokumentieren, beginnend mit jenen, denen ich im Sommer begegnete.  Was geschah mit Ihnen?  Was blieb von ihren Erinnerungen, und wie schafften die Hinterbliebenen ihr Leben?  Was ist mit den Verletzten, den Witwen, den Waisen?  Lange Listen mit Namen und Alter wurden publiziert, aber ich wollte die Gesichter sehen – alte Fotos von ihren Fotoalben finden.  Ich wollte die Geschichten herausfinden.  Ich wollte, dass die Familien in Erinnerung bleiben.
Bald übertraf das Projekt mit dem Namen „Ausgelöschte Familien“ meine Erwartungen.  In Zusammenarbeit mit dem „Al Mezan Menschenrechtszentrum“ (www.mezan.org) besuchte und dokumentierte ich über die folgenden Monate 50 Familien.  Einige hatten einzelne geliebte Angehörige verloren, andere, wie die Abu Jame‘ Familie betrauern den Tod von 25 Mitgliedern, 18 davon Kinder.  Wie kann jemand mit solch einem Verlust umgehen? Das Leid der Überlebenden wird noch dadurch verschärft, dass viele von ihnen nicht nur ihr Zuhause verloren – manche leben in den Ruinen ihrer eigenen Häuser – sie haben keine Chance auf Gerechtigkeit und eine bessere Zukunft aufgrund der politischen Lage und der Blockade. 
Eines der Ziele dieses Projekts ist es, die Aufmerksamkeit auf diese Familien, ihr schreckliches Schicksal zu lenken, und ihren Ruf für Gerechtigkeit zu unterstützen. (Anne Paq)

GAZA – 2 JAHRE NACH ISRAELS „OPERATION PROTECTIVE EDGE“
In einem Gebiet in der Größe von Wien leben 1.8 Millionen Palästinenser unter ständiger Blockade, vollkommen eingeschlossen, denen der Zugang zum übrigen palästinensischen Gebiet (Westjordanland) und zur Außenwelt verwehrt wird. Hier leben ca. 900.000 zum Teil schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche (unter 16 Jahren), die nur Krieg und Angst kennen. 
Bewegungseinschränkungen, von Israel seit den frühen 1990er Jahren auferlegt, und im Juni 2007 verschärft, bedingt durch Israels „Sicherheitsinteressen“ untergraben die Lebensbedingungen in Gaza und in den besetzten palästinensischen Gebieten, sowie seine ökonomischen und sozialen Strukturen. 
Der letzte israelische Militäreinsatz in Gaza (Operation Protective Edge) liegt bereits zwei Jahre zurück.Israel muss aufgefordert werden, die Blockade zu beenden und umgehend Holz, Stahlstäbe, Zement, und andere wichtige Baumaterialien von der Liste der Materialien zu streichen, für die eine Einfuhrbeschränkung für den Gazastreifen gilt. Politiker aus aller Welt haben 3,5 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau von Gaza versprochen,  doch auch nach 2 Jahren ist nur ein kleiner Teil davon eingelangt, und Israels Beschränkungen bei der Einfuhr von Baumaterialien verzögern die Bauvorhaben ungemein. Von den ca. 20.000 zerstörten Häusern, Spitälern, Schulen, Infrastruktur etc. konnte bisher nur ganz wenig wieder aufgebaut werden. Viele Menschen leben immer noch in Notunterkünften oder in den Ruinen ihrer zerstörten Häuser.

Laut Studien und Berichten der UNO soll bis 2020 der Gazastreifen nicht mehr bewohnbar sein. 
Szenarien einer humanitären Katastrophe! 
Den Menschen Gazas ist es nicht möglich zu fliehen, sie sind eingeschlossen im größten Freiluftgefängnis der Welt.

Nach wie vor werden Menschen in Gaza erschossen, wenn sie z.B. ihre Felder nahe der Pufferzone bearbeiten wollen. 
Den Fischern Gazas wurde im Zuge des Waffenstillstandsabkommens von 2014 eine Erweiterung der 3 auf 6 Seemeilen für ihren lebensnotwendigen Fischfang zugesagt. Nach wie vor werden Fischerboote sogar innerhalb der 3 Seemeilenzone von der israelischen Marine beschossen, Fischer verletzt, verhaftet, ihre Boote konfisziert.

Seit Jahren wird die Zivilbevölkerung für Aktionen die sie nicht begangen hat, für die sie nicht verantwortlich ist, bestraft. (Kollektivbestrafung)

Das ist eine klare Verletzung von Israels Verpflichtung gegenüber Internationalem Recht.
 
Israelische Massaker und Kriegsverbrechen in Gaza:

29. August 1948 – Arab Suqrir Massaker

28. August 1953 – Bureij Flüchtlingscamp Massaker

5. April 1956 – Gaza City Massaker

3. November 1956 – Khan Yunis Massaker

12. November 1956 – Rafah Flüchtlingscamp Massaker

Juni 1967 – Rafah Flüchtlingscamp Massaker

9. Juni 2006 – Gaza Beach Massaker

8. November 2006 – Beit Hanoun Massaker

December 2008 – January 2009 – Operation Cast Lead

November 2012 - Operation Pillar of Defense

Juli – August 2014 - Operation Protective Edge

(Quelle: Resource Centre for Palestinian Residence and Refugee Rights)

Es darf nicht sein, dass die Welt Gaza und seine Menschen vergisst!

Wie lange wird die Welt noch Israels Verbrechen am palästinensischen Volk ignorieren?
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## Ticket Details


## Event venue details

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- **location**: Graben / Ecke Kohlmarkt  1010 Wien
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## Event gallery

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## FAQs

- **Q**: When is the event happening?
  - **A:** Sat, 02 Jul, 2016 at 02:00 pm
- **Q**: Where is the event happening?
  - **A:** Graben / Ecke Kohlmarkt  1010 Wien, Wien, Austria
- **Q**: What type of event is this?
  - **A:** Sports
- **Q**: Where can I find ticket details about Gazas Ausgelöschte Familien ?
  - **A:** You can find ticket details about this event on AllEvents.

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