Einen Betrunkenen spielen? Eine Schwangere nicht, wie immer, erschöpft und keuchend, sich den Bauch in Hüfthöhe haltend, darstellen? Oder einfach eine Methodik, um echte Angst zu empfinden und diese glaubwürdig auf der Bühne darzustellen?
Die Chubbuck-Technik bietet mit ihren sogenannten „Formulas“ einen effektiven Ansatz, um genau diese Schauspielprobleme zu lösen und einen schnellen Zugang zu bestimmten Berufen und deren Lebensrealität zu finden
Den Begriff „Breaking the Spine“ schuf Ivana Chubbucks nicht etwa, um SchauspielerInnen zu brechen, sondern viemehr um die Figur und deren Authentizität zu „knacken“. Um wirkliche Empfindungen zu transportieren und echte Spannung zu erzeugen.
„Breaking the Spine“ steht auch für den Mut, innere Hemmungen und Unsicherheiten abzubauen, und der Figur eine ursprüngliche Tiefe zu verleihen.
Anstatt unbewusst dem Konflikt auszuweichen und damit eigene Impulse zu blockieren, versuchen wir unsere Emotion zu nutzen, um mit hoher Dringlichkeit unser Szenenziel zu verfolgen. Frei nach Chubbuck ist die Emotion nicht das Ziel einer Szene, sondern das Ergebnis eines Prozesses.
Wir haben die Chubbuck-Technik zu einem Konzept umgearbeitet, damit ImprovisationsspielerInnen in die gedankliche Welt der Figuren die sie spielen, eintauchen können. Immer stehen bei Chubbuck nicht Äußerlichkeiten im Vordergrund, sondern die zugrundeliegende Psychologie. So wird aus einer Schwangeren ein Mensch mit der Sehnsucht nach Bindung und Nähe. Und das gilt für männliche Schauspieler gleichermaßen, denn auch die Beziehungsebene wird hier bedient.
➡️ Commitment: Wie kann ich so an eine Figur glauben, dass sie authentisch wird?
➡️ Konflikt als Motor: Wie baue ich Spannung auf, indem ich Konflikt enicht nur annehme, sondern als Grundenergie der Szene nutze?
➡️ Realistische Darstellung von physischen Zuständen – z.B: Schwanger, Betrunken, High.
➡️ Aufbau von Spannung – Tools wie „Sexual Chemistry“ oder „Racheengel“ als zweite Ebene der Szene.
➡️ Realistische Darstellung von psychischen Zuständen – z.B: organische Angst, Vater- oder Mutterschaft. Realistische Darstellung von Schmerz und körperlichen Gebrechen.
„Breaking the Spine“ heisst aber auch, die einfache szenische Auflösung gegen interessante Hürden und Widerstände einzutauschen. Das Ziel: Szenen voller gelebter Spannung, Intensität und echter Emotion.
Für wen ist das etwas?
Erfahrene Spieler:innen mit Impro- und/oder Bühnenpraxis, die bereit sind, ihr Spiel zu vertiefen.
Dieser Workshop ist ein idealer Aufbauworkshop zu „Emotionales Zuhören“, „Comedy Acting“ und „Status – der unsichtbare Tanz"
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