Was, wenn wir annehmen, dass wir menschliche Kultur im Spiel erlernen? Was, wenn wir davon ausgehen, dass alles Leben nichts als Spiel und Zusammenspiel ist? Im Spiel des Lebens spielt sich jedenfalls mächtig was ab: Spielen begeistert uns. Es bezaubert, fesselt und bannt uns. Es bindet und löst. Es birgt Ungewisses und Chancen. Es schafft Ordnung. Es ist außerhalb von Wahrheit und Unwahrheit sowie jenseits von Gut und Böse. Es ist erfüllt von Rhythmus und Harmonie, Variation und Kontrast. In der Auflösung entspannt es uns, führt zu innerem Gleichgewicht und stärkt die Gemeinschaft.
Beim Spielen erinnern wir uns an die edelsten menschlichen Eigenschaften: Präsenz, Fairness, Sinn, Lebensfreude, Verbundenheit und Freiheit. Und gerade die letztgenannte Eigenschaft ist Inbegriff des Spiels. Alles Spiel ist vor allem freies Handeln. Befohlenes Spiel ist kein Spiel mehr. Wir spielen, weil es uns Lust verschafft, und darin liegt unsere Freiheit, die wir in Zeiten wie diesen nicht aufs Spiel setzen sollten. Ansonsten spielt es nämlich wirklich Granada.
Und was ist die eigentliche Essenz, was ist das ureigene Wesen des Spiels? Warum schreit ein Baby vor Begeisterung Warum gibt sich eine Musikerin oder ein Tänzer seiner Leidenschaft hin? Was fesselt ein tausendköpfiges Publikum? Es ist die Intensität, in der uns das Spiel begeistert, toll und rasend machen kann. Spielen bedeutet dann, ganz im Moment aufzugehen und sich lebendiger, präsenter und mehr in Kontakt zu fühlen. In diesem Sinne laden wir dich ein, freiwillig alles aufs Spiel unserer DJs und Musikerinnen sowie auf ein ekstatisches Zusammenspiel beim gemeinsamen Tanzen zu setzen.
Unser mächtig verspieltes Tanzritual läuft wie folgt ab:
18 Uhr - Ankommen in Stille
Nachdem im Alltag oft wenig bis gar keine Zeit zum Ankommen, Erden und Still-Werden ist, betonen wir den passiven Anfang der Reise, bei dem augenscheinlich nichts passiert und doch bereits vieles auf den richtigen Weg gebracht werden kann. Ein liebevoll gestalteter Altar lädt dich ein, persönliche Gegenstände um den Altar zu platzieren und die dich mit deiner Intention des Abends verbinden.
18.30 Uhr - Anfangskreis & Einleitung von Spielleiter Jörg EigenBauer sowie anschließende Tanzeinführung mittels Bewusstseins- und Bewegungsübungen angeleitet von Co-Spielleiterin Susan Raven (
https://www.ajuni.at)
19 Uhr - DJ Set von Gobayashi
The Avaloka Events founder, dj and well known activist & creator is a passionate music lover who is involved in the Austrian Trance Scene for more than 20 years. His fine taste for a wide range of different styles of Trance Music in the meantime brought him to appear at international mainstages outside of Austria to rock the dancefloors with his unique note. Gobayashi´s unmistakeable style moves elegantly and masterly in and out of groovy kickin´ and hypnotic. At times his sound is psychedelic, organic or has mystic drive and at the break of the day can be also melodic and playful – always adjusting to the programm with superior ease. Gobayashi carrys the intention in his heart to contribute to an individual liberation, to create a special ecstatic atmosphere and to give the feeling of arriving back home.
https://soundcloud.com/gobayashi
www.facebook.com/gobayashi
21 Uhr - Live Soundjourney mit Inali
Judith Hemstreit - vox, guitar, handpan
Robert Anrather - vox, percussion, didgeridoo, shrutibox
Musik, die Räume öffnen kann. Räume zwischen Sonne und Mond, Klang und Stille, Etwas und Nichts. Schwarzes und weißes Gefieder, Sterne, Apfelblüten. Lass uns eintauchen in eine Reise auf Herzebene.
Mit unserer Musik geben wir Boden zum Fliegen, Wurzeln zum Träumen und Licht für aufsteigende Funken in der Dunkelheit. Was immer der Augenblick freisetzt, ist willkommen. Vielleicht wird Freude entfacht, vielleicht lösen sich Tränen, vielleicht wird eine Absicht klar, oder es ist genau der richtige Moment, um zu tanzen. Enjoy!
www.instagram.com/inali.space
https://inali.bandcamp.com
21.30 Uhr - Abschlusskreis und Spielende
21.30 bis 22 Uhr – Open Space
Möglichkeit für Feedback ans Team sowie zum spielerischen Austausch und Kennenlernen
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Das Projekt wird geleitet von:
- Mag.a Susan Meier-Preuß ist Ecstatic Bodyflow Practitioner, Kundalini-Yoga Lehrerin (
https://www.ajuni.at/), Systemisch integrative Sozialtherapeutin, Tanzpädagogin, Seelentänzerin, schamanische Wegbegleiterin und Co-Leiterin des Ecstatic Dance St.Pölten
- Jörg Eigenbauer ist Bachelor of Arts of Social Sciences, Schulsozialarbeiter, Gründer & Projektleiter des Ecstatic Dance St. Pölten, Grinberg Praktiker, Bioenergetischer Analytiker i.A. (
https://www.ecstatic-stp.com/ecstatic-bodywork/)
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Allgemeine Infos und Infrastruktur vor Ort:
- Der Saal der Begegnung ist barrierefrei. Menschen aller sexueller, kultureller, religiöser Orientierungen tanzen mit uns. Auch Kinder sind sehr willkommen, wobei Indoor Ecstatic Dances nur bedingt kindertauglich sind (aufgrund der Dauer des Rituals, der Lautstärke der Musik und des ekstatischen Tanzens der Erwachsenen). Für Kleinkinder bitte unbedingt Gehörschutz mitbringen.
- Unser Dancefloor im Saal der Begegnung ist barfußfreundlich. Wir tanzen ohne Schuhe.
- Die Adresse lautet Gewerkschaftsplatz 2, 3100 St. Pölten (direkt beim Hauptbahnhof St. Pölten)
- Toiletten und Garderobe vorhanden
- Bitte eigene Wasserflasche mitnehmen
- Eigene Matte bzw Decke für's Ankommen in Stille und für die Soundjourney empfohlen
- Keine Voranmeldung erforderlich
- Wir bitten um eine freie Spende vor Ort, um die Kosten für die auf hohe Qualität ausgerichtete Veranstaltung decken zu können.
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Die freundlich unterstützende und kooperierende Behörde dieser Veranstaltung ist das Büro für Diversität St. Pölten (
https://www.facebook.com/diversity.stp/).
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Allgemeines zur Bewegung Ecstatic Dance:
Ecstatic Dance ist eine uralte und gleichzeitig neue Praxis. Uralt, weil der Tanz des Verzückens existiert, seit es Menschen gibt. Neu, weil sich sogenannte Ecstatic Dances seit Mitte der 2000er-Jahre in Städten auf der ganzen Welt – von New York über Maui in Hawaii, Berlin, Barcelona, Amsterdam und vielen mehr – etabliert haben. Grundsätzlich bietet jeder Ecstatic Dance Raum für persönliches Empowerment von Individuen. Und jeder Ecstatic Dance ruft uns ins Gedächtnis, dass Kreativität und Sinnstiftung von der Gemeinschaft ausgehen. Hier gibt’s einen kleinen dokumentarischen Einblick, wie es bei Ecstatic Dances zugeht und worum es der Bewegung geht :
![Play Video Youtube Video]()
Unsere Intention der Ecstatic Dances in St. Pölten ist es, gemeinsam mit euch einen Raum zu eröffnen, in dem sich Menschen jeden Alters und kulturellen Hintergrundes möglichst ungezwungen, vorurteilsfrei sowie barrierefrei bewegen können. Und zwar sowohl innerlich im eigenen spüren, als auch äußerlich im Ausdruck und im wechselseitigen in Kontakt bringen dieser Gefühle. Ecstatic Dances St. Pölten sind keine Partys oder Events, sondern Rituale. Jedes dieser Rituale zeichnet sich durch eine sich stets wiederholende Struktur (Ankommen in Stille, Altarweihung, Anfangskreis, Tanzeinführung, DJ-Set, Live-Soundjourney, Abschlusskreis, Open Space) aus. Innerhalb dieser Sicherheit vermittelnden Struktur kann völliges Loslassen, kann Hingabe an die Musik, kann Ekstase geschehen.
Ecstatic Dances St. Pölten bestehen auf Spielregeln, die dem Ritual einen klaren Rahmen, Ernst- und Sinnhaftigkeit verleihen. Die*Der Einzelne kann sich so auf etwas Gemeinsames ausrichten.
Die 3 wichtigsten Spielregeln lauten:
- Kein Sprechen am Dancefloor (mehr Körper, weniger Kopf)
- Achte deinen & den Raum der anderen (Achtsamkeit)
- Kein Alkohol & keine Drogen (Bewusstsein)
Mittels der ersten Richtlinie - kein Sprechen am Dancefloor - wird der Fokus des Abends klar auf das Spüren des eigenen Körpers und dessen Bewegungen gelenkt. Auch alle Menschen, die kein Deutsch sprechen, können dadurch voll integriert teilnehmen.
Durch die zweite Richtlinie - achte Ich, Du & Wir - kreieren wir gemeinsam einen Safe Space zum Miteinander-Tanzen. Manche Menschen kommen um Contact-Improvisation auszuüben, manche surfen durch den Dancefloor von Interaktion zu Interaktion, und wieder andere wollen einfach nur sich selbst spüren und für sich tanzen. So oder so - bitte respektiere den Raum des jeweils anderen und begegne anderen mit offenen Augen.
Durch die dritte Richtlinie - kein Alkohol & keine Drogen vor und während der Veranstaltung - wollen wir einen möglichst klaren sowie bewussten Raum schaffen, an dem wir uns am Tanz zur Musik berauschen. Im wortwörtlichen Sinn von Ekstase treten wir aus unsrem Gewohnten heraus. Wo wir mit diesem Schritt hineintanzen ist ungewiss. Ein Höchstmaß an Achtsamkeit und Bewusstsein von allen Beteiligten ist unser dementsprechender Ritual-Reisekompass. Danke für Euren Respekt diesem Vertrauensraum gegenüber!
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