In „Less is more, more more“ untersucht Claudia Larcher Architektur als wirkmächtige Ordnung: Räume prägen Wahrnehmung, Emotionen und Zugänge, spiegeln politische Systeme undgesellschaftliche Werte. In ihren Arbeiten bewegt sie sich durch Innen- und Stadträume, in denen Abwesenheit spürbar wird und Objekte als Zeug:innen gelebter Geschichte auftreten. Mittels digitaler Collagen entstehen „andere“ Räume zwischen Realität und Vorstellung, während Klang, Stille und Soundscapes das Unheimliche verstärken und Orte akustisch erfahrbar machen.
Claudia Larcher ist eine österreichische Künstlerin und Filmemacherin. In ihrer künstlerischen Forschung steht die Materialität des Digitalen im Zentrum. Sie untersucht, wie algorithmische Bildproduktion unsere Wahrnehmung von Realität beeinflusst und welche Implikationen damit einhergehen. Dabei gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Verschränkung von Fotografie und künstlicher Intelligenz sowie der Debatte um digitalen Humanismus und posthumane Bildästhetik. Claudia Larcher nutzt KI nicht nur als Analyseinstrument, sondern auch als experimentelles Werkzeug, um traditionelle Grenzen zwischen Medienformen aufzubrechen und neu zu definieren.
Für ihre innovative Auseinandersetzung mit Bildproduktion und -rezeption wurde sie 2023 mit dem Österreichischen Kunstpreis in der Kategorie Künstlerische Fotografie ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Österreich und im Ausland präsentiert, darunter bei den Anthology Film Archives in New York City, beim Ars Electronica Festival in Linz, bei der Calouste Gulbenkian Foundation in Lissabon, im Centre Pompidou in Paris, beim Gray Area Festival in San Francisco, im HOW Art Museum in Shanghai, im Belvedere 21 in Wien, bei der Manifesta 13 sowie beim Tokyo Wonder Site in Japan.
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