

# Event Details

- **Event Name**: Grenzenlose Solidarität – auf die Straßen zum Weltflüchtlingstag
- **Event Start and End Date**: Thu, 20 Jun, 2019 at 05:30 pm – Thu, 20 Jun, 2019 at 10:00 pm
- **Event Description**: Weltweit befinden sich rund 69 Millionen Menschen auf der Flucht. Die europäische  Abschottungspolitik im Mittelmeer tötet tagtäglich Menschen, die durch Krieg, Gewalt, Vertreibung, Armut und zunehmend auch die Folgen der Klimakatastrophe gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Sie sterben an der “tödlichsten Grenze der Welt” oder landen in Camps in Libyen, in denen ihnen Folter, Vergewaltigung und Verschleppung drohen. Die europäischen Regierungen sehen dem nicht nur tatenlos zu, sondern kürzen die Mittel für staatliche Hilfsprogramme zusammen bzw. streichen sie komplett. Zusätzlich werden Hilfsorganisationen bei der humanitär und völkerrechtlich gebotenen Seenotrettung kriminalisiert, bekämpft und aktiv an ihrer Arbeit gehindert.

Italiens Justiz klagt Helfer*innen an, z.B. drohen der Iuventa-Kapitänin Pia Klemp bis zu 20 Jahre Haft. Ein Gesetz soll Rettungsschiffen künftig das Befahren italienischer Gewässer verbieten. Bei Verstößen wird mit Strafen bis zu 50.000 Euro gedroht. Ein Gericht in Malta verurteilte den Kapitän der Lifeline, Claus-Peter Reisch, zur Zahlung einer Geldstrafe von 10.000 Euro mit der Begründung, das Schiff sei in den Niederlanden nicht ordnungsgemäß registriert gewesen.

Das vor wenigen Tagen vom Bundestag beschlossene „Hau-Ab-Gesetz“ stellt einen massiven Angriff auf die Rechte Schutzsuchender dar: Asylsuchende sollen zwingend bis zu 18 Monate (teils länger) in Lagern untergebracht werden, bereits nach 30 Tagen sollen Ausreisepflichtige in Abschiebehaft genommen werden, auch gemeinsam mit Strafgefangenen. Leistungen sollen gekürzt und teilweise ganz gestrichen werden. Arbeitsverbote sollen ausgeweitet werden. Ein neuer Status der „Duldung light“ soll geschaffen und dadurch Integration aktiv verhindert werden. Abschiebungstermine sollen zum „Dienstgeheimnis“ erklärt werden. In atemberaubenden Tempo werden Gesetze erlassen, die das Grundrecht auf Asyl immer weiter aushöhlen.

Deutschland und die EU schaffen ganz direkt neue Fluchtursachen, anstatt sie zu beheben. Nicht die Flucht der Menschen ist ein Verbrechen, sondern die Politik des „Friedensnobelpreisträgers“, die Flüchtlinge schafft und flüchtende Menschen dann ertrinken lässt oder libysche Folterlager finanziert. 

Die europäische und deutsche Rüstungsindustrie setzt durch Geschäfte mit kriegführenden Staaten Milliarden um, bestehende Exportverbote werden durch die Verlagerung der Produktion in Drittstaaten umgangen. Das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall beliefert Saudi-Arabien über ein südafrikanisches Tochterunternehmen mit Waffen, die im Krieg gegen den Jemen zum Einsatz kommen. Dieser wird von den Vereinten Nationen als “schwerste humanitäre Krise der Gegenwart” eingestuft. 

Zusätzlich überschwemmt die Europäische Union mit hochsubventionierten, also mit öffentlichen Mitteln geförderten, landwirtschaftlichen Produkten die Märkte in Afrika. Vielerorts ist Gemüse, das in Europa gezogen wurde, günstiger als das aus heimischem Anbau. Bäuerinnen und Bauern in Kenia oder Haiti, die diesem europäischen Agrardumping nichts entgegenzusetzen haben, müssen aufgeben. Ihnen bleibt dann oft nichts anderes, als in die Städte abzuwandern. Mitverantwortlich für die Landflucht sind Konzerne, die sich die fruchtbarsten Agrarflächen aneignen. Riesige Plantagen, die oft durch die Abholzung von Regenwäldern entstehen, dienen der Herstellung von Biosprit oder Palmfett – Produkte, die „wir“ benötigen, nicht aber die Menschen vor Ort. Auch bei diesen Geschäften geht die lokale Bevölkerung meist leer aus, mehr noch: Sie verliert ihre bisherige Existenzgrundlage. Die Welt ist also nicht nur näher zusammen gerückt – sie ist gleichzeitig gespaltener denn je: Hier der reiche globale Norden mit seiner wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Übermacht, dort der globale Süden mit seinen Zonen des Elends, der Chancenlosigkeit und Ausgrenzung.
Rechte Parteien wie die sogenannte “Alternative für Deutschland” und rassistische Bewegungen wie “PEGIDA” und die “Steeler Jungs” in Essen mobilisieren nicht nur auf der Straße, sondern treiben auch die “gesellschaftliche Mitte” immer weiter in ihre Richtung. 
Wollen wir in Europa die Bewohnerinnen und Bewohner einer Festung sein, die sich mit Mauern und Zäunen verteidigt? Oder wollen wir in einem Gemeinwesen leben, das auf Solidarität und Empathie aufbaut? Sind wir bereit, anderen Schutz zu gewähren und ein Leben in Frieden und Sicherheit nicht nur für uns zu beanspruchen? 
Den Menschenrechten zufolge hat jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Sicherheit und Würde. Schließlich kann niemand etwas dafür, in welche Lebensverhältnisse er oder sie hineingeboren wird, ob in Wohlstand oder Armut, in Frieden oder Krieg, in Demokratie oder Diktatur. Daher ist es kein Akt der Wohltätigkeit oder der Gnade, Menschen in Not beizustehen. Es ist nichts anderes als das Recht der anderen ebenso anzuerkennen wie das eigene. Darauf verzichtet die europäische Union und verschärft stattdessen die Grenzkontrollen.
Aber nur legale Fluchtwege- wie zum Beispiel ein europäisches Seenotrettungsprogramm können das Sterben an Europas Grenzen beenden. 

Wir gehen auf die Straße für grenzenlose Solidarität mit Geflüchteten, in Steele, Essen und weltweit!
- **Event URL**: https://allevents.in/essen/grenzenlose-solidarität-auf-die-straßen-zum-weltflüchtlingstag/200017485744146
- **Event Categories**: Business
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## Ticket Details


## Event venue details

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## Event gallery

- **Alt text**: Grenzenlose Solidarität – auf die Straßen zum Weltflüchtlingstag
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## FAQs

- **Q**: When and where is Grenzenlose Solidarität – auf die Straßen zum Weltflüchtlingstag being held?
  - **A:** Grenzenlose Solidarität – auf die Straßen zum Weltflüchtlingstag takes place on Thu, 20 Jun, 2019 at 05:30 pm to Thu, 20 Jun, 2019 at 10:00 pm at Kaiser Otto Platz, Kaiser Otto Platz, 45276 Essen, Essen, Germany.

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